Heftveröffentlichung
Morgen ist es dann aber wirklich soweit! Dann erscheint die erste Auflage der DNP. Für alle, die sich noch ein Heft sichern wollen, steht der direkte Kontakt oder der Verkehr über E-Mail frei. Der Unkostenbeitrag beträgt 3€ und dient der Refinanzierung der Herstellungskosten.
YouTube-Kanal
Richtig gelesen! DNP geht jetzt den interaktiven Weg und versucht durch audiovisuelle Beiträge mehr Transparenz zwischen Leser und Herstellern zu schaffen. Jeder kann sich bei diesem Selbstversuch einbringen. Sprecht einfach in das Aufnahmegerät was DNP für euch bedeutet und schickt das ganze an unsere E-Mail Adresse, bzw. ladet es selbst hoch.
Unsere Seite findet Ihr unter: http://www.youtube.com/user/dnpMagazin
No Excuses im Radio
Ab morgen ist der Begründer der DNP live im Ilmenauer Studentenradio zu hören.
Unter: http://www.iswiradio.de/ könnt ihr oben im Header die Übertragungsart auswählen. Der Programmstart ist voraussichtlich gegen 20:00 Uhr.
Mittwoch, 18. Mai 2011
Dienstag, 19. April 2011
Der wahre Held der Neuzeit
Wie in jeder guten Generationen-Debatte kommt man um das Statement „früher war alles besser“ nicht umher. Natürlich, dass sich hier jedes Gespräch fundamental entscheidend entwickeln kann. Ich für meinen Teil kam mit einer weichen Argumentation in das Gespräch, mit der Aussage, dass es früher ja auch keine Happy-Meals, sondern gewöhnliche Junior-Tüten gab. Und was sich da drin befand drehte sich weniger um das Essen, sondern um die Spielfiguren. Batman-Spielfiguren.
Schwerer im Magen als die geschrädderten Hühnerküken, fritiert und verkauft als Mc Nuggets, lag mir aber die ständige Debatte um den neu erfundenen und scheinbar noch nie entdeckten Superhelden der Neuzeit. Viele nennen ihn auch: Spider-Man.
Kaum vorzustellen, warum die Spinne in der Hierarchie der fiktiven Superhelden so weit oben steht. Wenn wir ehrlich sind, ist Spider-Man nicht mehr als ein Produkt der kapitalistischen Konsumgesellschaft. Kommerziell ausgeschlachtet, vermarktet und weggeworfen. Spider-Man Kostüme für den Fasching, Rucksäcke, Mützen, Hefter, Duschvorhänge, Kuscheltiere, Bettwäsche, Kaffeebecher etc.
Aber warum? Spider-Man, der ursprünglich in den Sechzigern als Comic-Figur entwickelt wurde, ist innerhalb von 5 Jahren( 2002-2007) mit 3 Kinofilmen gepusht und auf die Leinwand gebracht worden. Vieles deutete darauf hin, dass er nun der neue Star am Superhelden-Himmel sein sollte. Die Batman-Scheinwerfer wurden ausgestellt und Gotham City stand im dunkeln. Die Konsequenz daraus reflektiert sich auch in vielen Facetten unseres Lebens wieder. Keine Beständigkeit, kein Raum zur Weiterentwicklung, nichts. Alles muss immer schneller gehen. Auf einmal ist alles Schnellwarenverkauf, der Weg zum schnellen Geld scheint der Marketing- und Filmindustrie wichtiger, als Helden zu kreieren, die Bestand haben. Jene, die realistische Motive besitzen für eine bessere Welt einzutreten.
http://www.usernetsite.com/
Auf der anderen Seite haben wir Batman. Der dunkle Ritter verkörpert etwas, was schwer zu fassen ist, weil nicht zu begreifen. Batman könnte auch einer von uns sein. Jemand, der eintritt woran er glaubt und keine Angst hat sich dem Verbrechen zu stellen. Klar, er stellt sich über das Gesetz und bekämpft jene, die die freiheitlich demokratische Grundordnung zerstören wollen. Selbstjustiz als Gesetzloser. Viele sehen genau darin die Legitimation Batman nicht als einen Helden der Neuzeit anzuerkennen.
Batman, ein Mann im Fledermaus-Kostüm, der nachts das Verbrechen bekämpft und tagsüber ein ehrlicher Unternehmer ist, scheint den Leuten zu banal, nicht aufgregend genug.
Nein, wir brauchen großes Kino! Wir brauchen Typen wie Spider-Man, der durch einen erlittenen Spinnenbiss Fäden durch seine Venen an Fenster schiessen kann, weil so ein Superheldenstatus ja sonst schwer aufrecht zu erhalten ist. Oder einen Superman, der, wenn er nicht gerade eine Twix-Pause einlegt oder ein U-Bahn Gleis ersetzt, hin und herfliegt und der Journalistin Lois Lane gerade den Hof macht. Diese verklärten Superhelden mit ihren Gewinner-Lächeln, sowas lässt sich vermarkten.
Randnotiz: Bei den Recherchen zu Super-Man stellt sich übrigens heraus, dass er fünf verschiedene Arten von Blicken im Reportoire besitzt. Da wären dann der Hitzeblick, der Mikroskopblick, der Teleskopblick, der Röntgenblick, als auch sein berüchtigter Scanblick, der dann wohl dem Fickblick gleichzusetzen ist.
Batman hingegen, benötigt keine dieser Übermenschlichen Fähigkeiten. Zum Kampf besitzt er seinen Verstand und zwei Fäuste – das Gesetz der Straße. Die Kultur die in Batman steckt wird nie zu übertreffen sein. Denken wir nur an die ersten Filme in den Sechzigern mit Adam West. Die erste Neuauflebung des Batman-Mythos 1989 und 1992 unter Regisseur Tim Burton, mit Schauspielern wie Jack Nicholsen als Joker, Michelle Pfeiffer als Catwoman oder Danny de Vito als Pinguin. Da riecht man noch förmlich die Geschichte! Ganz klar, früher war alles besser.
Lars Flinter
Montag, 4. April 2011
Liberty enlighten us
In Zeiten gewaltiger Veränderungen, Ausweglosigkeit oder tiefster Trauer suchen wir am Horizont nach einem Lichtgeber, jemandem, der uns den Weg weisen kann. Die FDP ist in einer solchen Lage. Gewaltige Veränderungen auf der einen Seite mit dem besten Ergebnis seit Bestehen und Regierungsverantwortung nach drei Legislaturperioden Opposition, Ausweglosigkeit in der Führung angesichts von Landtagswahlen und tiefster Trauer, nichts umgesetzt zu haben, was man versprochen hatte und wovon man zutiefst überzeugt ist, auf der anderen Seite. In drei Worten: Überforderung, Westerwelle und Selbstverleugnung. Wieder einmal im Zentrum der Misere: Guido Westerwelle.
http://www.chiemgau-online.de
Der Mann, der sich zur Freiheitsstatute dieser Nation ausgerufen hat. Doch was heisst es eine Freiheitstatue zu sein? Es kann nicht heissen bereits offene Türen einzurennen! Abzuwarten bis sich der erste Konservative Politiker (Ole von Beust, 2003) outet, um es ihm ein Jahr später gleichzutun, wenn seit 20 Jahren an Westerwelles Seite nur platonische Freundinnen erspäht wurden. Es kann nicht heissen von spätrömischer Dekadenz zu sprechen oder zu sagen wer arbeitet soll mehr verdienen als der, der es nicht tut. Nein, Guido Westerwelle rannte schon immer offene Hintertürchen ein. Ob er das nun unbekannterweise bei seinem Mann tut oder in der Politik. Er ist nicht der Mann, zu dem Einwanderer aufblicken und sagen „ Wir haben es geschafft. Endlich in Deutschland!“. Er ist der Mann, der in Ermangelung seiner Eignung für das Amt des Außenministers auf seinen auslandserfahrenen Herausforderer zu Guttenberg einpickte und aus Geltungssucht ein Amt für sich in Beschlag nahm, das er nicht mit zwei statt drei Beratern ausüben kann. Gleichwohl er seinem Vorgänger vorwarf zu viele Berater zu besitzen und historische Leichen wie sein großes Vorbild Hans-Dietrich Genscher hierfür zitierte. Nun gut Genscher ist nicht tot – sein beinahe Alterskamerad Brüderle auch nicht. Schon gar nicht sind sie es für die FDP, wenn es darum geht einen Nachfolger für Westerwelle aus dem Ärmel zu schütteln Ende letzten Jahres. Dies ist die Ausweglosigkeit, in der die FDP steckt, genannt „Westerwelle“.
Doch „dies ist Deutschland hier“. Die Freiheitsstaute ist kein deutsches Symbol. Sie ist nicht bedeutungsschwanger für uns. „The Big Lady“ verbinden wir nicht mit einem Drang nach Freiheit. Seit damals könnten wir dies höchstens mit Westerwelle verbinden, der sich anscheinend gerne in Frauenkleidern, mit Brüsten und größer als alle anderen sieht. Wie gerne hätte er wohl auch solche große Schuhe, um alle Linken zu zertreten. Doch dieser Schuh passt ihm nicht. Er ist eindeutig zu groß für unseren Vizekanzler. Gerne würde er auf dem internationalem Parket solch gewaltige Fußspuren hinterlassen. Allein sein Englisch steht ihm im Weg und wenn er mal deutsch sprechen darf vor der UN, verpatzt er es.
Nein. Der Innenpolitiker Westerwelle ist nicht nachdem wir uns richten sollten – auch nicht im Inneren! Wonach dann? Was erleuchtet unseren Weg in Zeiten gewaltiger Veränderungen, Ausweglosigkeit und tiefster Trauer?
Schlichtweg eine andere Partei? Der Wutbürger lehrt uns, dass keine politische Partei uns vollkommen versteht und all unsere Bedürfnisse abdeckt. Das ist wohl die Bürde der Demokratie. Vielleicht in der Politik. Doch nicht, wenn wir nach Führung und Licht in unserem Leben suchen. Nicht während gewaltigen Veränderungen. Dort sind es Werte. Schauen wir noch einmal auf die Freiheitsstatue. Doch dieses Mal auf ihren Namen. Die Erbauer nannten sie: „Liberty enlighten us“. Als Deutsche tun wir uns mit Freiheit schwer. Die freie demokratische Partei selbst weiß nicht wie sie Freiheit definieren soll, anders als als „Freiheit von etwas“. Die Frage ist wohl immer was wir aus der „Freiheit von“hin zu einer „Freiheit zu etwas“ machen.
Schlichtweg eine andere Partei? Der Wutbürger lehrt uns, dass keine politische Partei uns vollkommen versteht und all unsere Bedürfnisse abdeckt. Das ist wohl die Bürde der Demokratie. Vielleicht in der Politik. Doch nicht, wenn wir nach Führung und Licht in unserem Leben suchen. Nicht während gewaltigen Veränderungen. Dort sind es Werte. Schauen wir noch einmal auf die Freiheitsstatue. Doch dieses Mal auf ihren Namen. Die Erbauer nannten sie: „Liberty enlighten us“. Als Deutsche tun wir uns mit Freiheit schwer. Die freie demokratische Partei selbst weiß nicht wie sie Freiheit definieren soll, anders als als „Freiheit von etwas“. Die Frage ist wohl immer was wir aus der „Freiheit von“hin zu einer „Freiheit zu etwas“ machen.
Ganz offensichtlich wusste Westerwelle in der Freiheit von der Opposition bei den Koalitionsverhandlungen auch nicht wohin es gehen sollte, als er sich über den Tisch ziehen ließ. Mutti Angela rollte die ausgearbeiteten Papiere der FDP, von denen selbst Ex-SPD-Superminister Clement meinte sie müssten umgesetzt werden, zusammen und meinte zum kleinen Guido „Einmal bücken. Ganz wie Zuhause.“. Und ganz wie Zuhause gehorchte der kleine Guido.
Die Zukunft der FDP liegt ganz klar in einer Zukunft ohne Guido Westerwelle. Am Ende des Landtagswahlmarathons wird man hoffentlich aus der tiefen Trauerstarre gelöst die ausgearbeiteten Papiere, deren wegen die FDP gewählt wurde mit Gewalt aus dem kleinen Guido herausholen. Und sollte dies nicht passieren, so leuchte uns die Freiheit ein bisschen den Weg und wir tun es den Erbauern der Freiheitsstatue gleich, indem wir uns von der ungerechten Tyrannei einer (Drama-)Queen befreien. Denn wir wissen wenigstens wovon wir Freiheit wollen. Freiheit von Guido Westerwelle.
Matthias Morrkopf
Montag, 21. März 2011
Gutt-Bye
Seit mehreren Wochen steht Guttenberg nicht mehr an der spitze der politischen Agenda in Deutschland. Grund genug für uns einmal die ganze Plagiats-Affäre rückwirkend zu betrachten und ein Fazit zu ziehen über Guttenberg und die Haargel-Lobby.
Keine Frage, Guttenberg zählte lange Zeit zu einem Politiker-Typus, den man zuletzt bei Gerhard Schröder sah: Ehrlich, loyal und mit einem breit reflektiertem Charisma, welches eine große Rückendeckung in der Bevölkerung genoss. Der Unterschied zwischen beiden wird aber in ihrer Konsequenz und auch ihrer politischen Verantwortung deutlich. Während Guttenberg zunächst mit allen Mitteln versuchte sich sein politisches Erbe und seinen Drei Wetter Taft Deal mit Schwarzkopf zu erhalten, erkannte Schröder die politische Strömung innerhalb seiner Partei, die im Zusammenhang mit der Agenda 2010 für ein Misstrauensvotum, inklusive Neuwahlen sorgte. Schröder zog die Bundestagswahl vor, obwohl er sie nicht gewinnen konnte. Anders Guttenberg. Wie ein Kind im Sandkasten dem die Backform weggenommen wurde, versuchte er mit allen Mitteln den Status als König auf dem Spielplatz wieder einzunehmen.
Zunächst leugnete er ein bewusstes täuschen und wies sämtliche Vorwürfe von sich. Nachdem der Vorwurf von über 200 nicht gekennzeichneten Abschriften hervorkam, die Beweislast in also zu erdrücken schien, gestand er erste Fehler ein. Die Frage, ob man hier eine zu keinem Zeitpunkt bewusste Täuschung vorliegen hat, stellt sich innerhalb des Sachverhalts nicht. Wenn ich über 200 Plagiate begehe, brauche ich mich nicht mit „handwerklichen Fehlern“ rechtfertigen.
Die zweite Alibi-Nummer verschaffte er sich mit seiner Familie und beruflichen Verpflichtungen „Ich war so hochmütig zu glauben, dass mir die Quadratur des Kreises gelingen würde.“. Er sei bei dieser Arbeit gescheitert in dem Versuch, Familie und Karriere zu verbinden. Den Stein der Weisen hatte er jedenfalls nicht dabei, für mich klingt das weiterhin sehr nach „Ich habe gedacht, ich käme damit durch“ und dass nach Hochmut kein Aufstieg kommt, wird er nun auch wissen. Warum man als Adeliger auch noch einen Doktor-Titel benötigt, sei einmal dahingestellt.
Interessant war auch zu sehen, wieviel Rückendeckung er seitens der Bevölkerung hatte. Er besaß eine Integrität an die die Menschen geglaubt haben. Schlimmer noch, sie tun es nach wie vor. Unfassbar, wie verblendet sich viele im Zuge der Plagiatsaffäre verhalten haben. Hätte man Guttenberg den Golf-Krieg in die Schuhe geschoben, er würde wohl politisch immer noch nicht absaufen, so groß war seine Lobby. Das Guttenbergs Sympathie nach dieser Affäre sogar noch zugenommen hat, lässt viele Fragen offen. Vermehrt wurden in Social-Media Plattformen die Pro-Guttenberg Rufe lauter. Ein wilder Haufen neurotischer CSU-Anhänger, die sich einen neuen Franz Josef Strauß zurückwünschen, bleiben da nicht lange fern. Schließlich zeige er ja „menschliche Züge“ und das ein „Mensch auch Fehler machen könne.“. Allein, er wollte die Konsequenzen nicht tragen.
Da half auch die Rechtfertigungs-Rhetorik der völlig indisponierten Bundeskanzlerin Merkel nicht weiter, die argumentierte,sie habe ja „keinen wissenschaftlichen Assistenten eingestellt.“.
Was bleibt von Guttenberg. Ein Denkmal für die Wissenschaft hat er wohl nicht setzen können. Wenn ich als Student ein Plagiat begehe und darüber hinaus am Ende meiner Arbeit eine eidesstattliche Erklärung unterschreibe, dass ich die Arbeit aus meinen wissenschaftlichen Kenntnissen heraus geschrieben habe, dann kann ich für so ein Vergehen auch strafrechtliche Konsequenzen erleiden. Meine gesamte wirtschaftliche Basis wäre verflogen. Die Existenzgrundlage die ich daraus beziehe, erhält mich für mein gesamtes weiteres Leben. So sollte es auch bei Guttenberg sein. Insofern stellt sich auch die Frage nach einer Rückkehr nicht. Nachdem er die politischen Konsequenzen gezogen hat, sollte sich zu Guttenberg eine andere Beschäftigung außerhalb von Politik und Wirtschaft suchen.
Guttenberg, abtreten.
Neben Guttenberg gab es aber noch zwei weitere "Verlierer". Zum einen die Universität Bayreuth. Durch Guttenbergs Rücktritt hielt es die Universität nicht für nötig, den Sachverhalt lückenlos aufzudecken. Aber warum? Für die Aufarbeitung und einen endgültigen Schlussstrich hätte die Uni Bayreuth sich mehr mit der Dissertation auseinandersetzen müssen und zeigen sollen, dass die gegebenen Fehler auch seitens der Universität eingestanden werden.
Den zweiten traurigen Höhepunkt setzte Alice Schwarzer. Nachdem die Feministin mehrere Wochen sehr glaubhaft für die BILD-Zeitung vor Kachelmanns Zelle stand und im Gerichtsprozess die mediale Aufmerksamkeit genoss, schaffte sie es abends noch in die Polit-Sendung von Anne-Will. Dort wechselte der Guttenberg Streit hauptsächlich zwischen Monika Hohlmeier (CSU) und Karl Lauterbach (SPD). Zwischendrin: Alice Schwarzer, die wohl selbst nicht so ganz wusste, wie sie Stellung beziehen sollte. Außer dem vermehrten Hinweis, dass sich die Klägerin in der Opferrolle befindet, unabhängig der nicht geklärten Schuldfrage, wurden die eindimensionalen Aussagen nur von wenigen Lichtblicken begleitet. Immerhin: Einen Farbtupfer, wenn auch in dunkelgrau, brachte sie dann doch noch in die Debatte mit ein. Kernaussage: „Titelsucht ist ein deutsches Phänomen.“ - Danke Alice!
Denny Neidhardt
Denny Neidhardt
Mittwoch, 16. März 2011
DNP zieht um.
Liebe Freunde, liebe Feinde,
nachdem vermehrt Komplikationen mit der ursprünglichen Homepage auftraten, haben wir uns entschlossen, dass wir von nun an unsere Ankündigungen über einen Blog kund tun werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Werbung an der wir nichts verdienen und noch mehr Interaktion mit unseren Lesern.
Als kleines Umzugs-Bonbon haben wir für euch eine erste kleine Leseprobe für das Magazin, welches am 18.04.2011 auf den Markt kommen wird.
Auszug aus Der nette Nachbar von nebenan.
Lars Flinter
nachdem vermehrt Komplikationen mit der ursprünglichen Homepage auftraten, haben wir uns entschlossen, dass wir von nun an unsere Ankündigungen über einen Blog kund tun werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Werbung an der wir nichts verdienen und noch mehr Interaktion mit unseren Lesern.
Als kleines Umzugs-Bonbon haben wir für euch eine erste kleine Leseprobe für das Magazin, welches am 18.04.2011 auf den Markt kommen wird.
Auszug aus Der nette Nachbar von nebenan.
Sie sieht ja eigentlich ganz freundlich aus. Sie steht auf der Straße und geht offenherzig den Leuten entgegen, spricht ihnen Mut zu und verteilt Flyer. Marine Le Pen ist Vorsitzende der französischen Rechtsextremisten und Tochter jenes Jean-Marie Le Pen, der Gaskammern nur für ein Detail in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs hält und der an die Ungleichheit der Rassen glaubt. Er sei kein „Fremdenfeind, aber ein Franzosenfreund“, sagte er einmal. Ihre Partei, die „Front National“ (FN), hat, obwohl erst 1972 gegründet, ihre Wurzeln aus dem deutsch-französischen Vichy Regime, dass zwischen dem französischen Marschall Pétain und Hitler geschlossen wurde. Sie unterstützten Vorhaben die Kolonien zu erhalten und haben bis heute beste Beziehungen zur NPD und Pro Köln. Anders als die deutschen Kleinparteien ist die FN jedoch voll im französischen Parteiensystem integriert.
Rückblende: 2002 standen die Präsidentschaftswahlen an. Frankreichs Wirtschaft boomt zu diesem Zeitpunkt nach 5 Jahren „Cohabitation“ mit einem konservativen Präsidenten Jacques Chirac und einem sozialdemokratischen Premierminister Lionel Jospin. Das ganze Land erwartet ein Kopf an Kopf Rennen zwischen den beiden um das Präsidentenamt. Jospin ist überzeugt mit seinen Wirtschaftszahlen und einem freundlichen Lächeln die Wahlen für sich entscheiden zu können. Er sollte sich jedoch täuschen. Es kommt zu einer Protestwahl aufgrund der starrsinnigen EU Politik der Koalition und anstatt Jospin, befindet sich Le Pen in der Stichwahl gegen Chirac, die dieser allerdings klar gewinnen konnte. Dennoch waren die 16% für Le Pen mehr als ein Ausrufezeichen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung des Landes.[..]
Lars Flinter
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